Mathematisches Konzept

Nicht-zählend das Rechnen lernen

Jedes Kind kann „nicht-zählend“ das Rechnen lernen, wenn es die richtigen Anregungen erhält und ihm der Weg zum einsichtsvollen Lernen ermöglicht wird.

Die Basis für das Lernen mathematischer Kompetenzen wird bereits im Vorschulalter gelegt. Deshalb ist es wichtig, den Kindern in diesem Alter mathematische Inhalte spielerisch und kindgerecht nahezubringen.

Das Zählen ist im Vorschulalter eine wichtige Anfangsstrategie. Die Kinder sollen die Zahlen als Anzahlen verstehen und zuerst zählend ermitteln. In der Fachliteratur wird die Zählstrategie als ein wichtiger Zwischenschritt für die Entwicklung weiterführender Rechenstrategien beschrieben (vgl. Radatz/Schipper/Dröge/Ebeling). Das Kokosnusslevel verfolgt diese Zielsetzung. Ohne Zeitbegrenzung sollen strukturierte Mengen dem Fingerbild zugeordnet werden. Gleichzeitig werden Finger-Anzahlen im Zahlenraum bis 5 geübt. Die Kinder, die sich noch dieser Methode des Rechnens bedienen, können Erfahrungen mit zählendem Rechnen machen. Das eindeutige Zuordnen eines Gegenstandes zu genau einem anderen Gegenstand gehört auch zu den Kernkompetenzen im Vorschulalter. In der Statistik werden die Lernfortschritte der Kinder visualisiert und dokumentiert.

Beim zählenden Rechnen dürfen die Kinder jedoch nicht bleiben. Es führt in die mathematische Sackgasse, ist fehleranfällig und ein häufiger Aspekt für eine Rechenschwäche.

Leider hat das Rechnen mit den Fingern bei uns immer noch einen schlechten Ruf. In anderen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich nutzen die Schüler die Fingerbilder beim Rechnen.

Unsere Finger sind ein stets verfügbares Lern- und Arbeitsmittel und können beim „nicht-zählenden“ Gebrauch den Erwerb mathematischer Grundkenntnisse ermöglichen.

Finger- und Würfelbilder auf einen Blick zu erkennen und zu trainieren ist das zentrale Anliegen der App. Dabei soll den Kindern bewusst werden, dass die Vier ein Finger weg von fünf Fingern bedeutet oder die Drei zwei Finger weg von fünf Fingern. Das Erkennen auf einen Blick und das Zeigen des eigenen Fingerbildes ohne abzuzählen, sind Voraussetzungen für ein „Inneres Fingerbild“, auf dem nicht-zählende Rechenstrategien in der Schule aufgebaut werden können.

In der praktischen Arbeit wird immer wieder deutlich, dass es für die Kinder nicht selbstverständlich ist, dass eine Zahl aus kleinen Zahlen zusammengesetzt ist. Mit den Fingerbildern lernen sie, dass die 6 aus verschiedenen Zusammensetzungen (5 und 1 oder 3 und 3) gebildet werden kann. In dieser App werden zwei zentrale Strukturierungshilfen, die „Kraft der 5“ und die Verdoppelungen eingesetzt.

Es ist wichtig, dass den Kindern die „Kraft der 5“ bewusst wird, denn auf deren Grundlage gewinnen die Kinder Einsichten in Rechenstrategien.

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